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Der Abriss und was danach kommt

Nach dem Stadtratsentscheid von Mitte Mai 2017 soll das Gebäude und die Ruine nun dem Freistaat zum Kauf angeboten werden. Spätestens am 31. Juli 2018 soll eine Entscheidung dazu gefallen sein. Falls der Freistaat die Lederfabrik nicht kauft, würde sie abgerissen werden. Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) zu den nächsten Schritten:  „Wir werden parallel an den Vorbereitungen für den Rückbau arbeiten und weiter mit dem Freistaat verhandeln.“

Wie es im Falle eines Abrisses weitergeht, ist noch weitestgehend offen. Am wahrscheinlichsten ist aber, dass die Stadt das dann beräumte Grundstück an einen Investor weiterverkauft. Mit den Erlösen soll ein Teil der Abrisskosten, die wohl um die zwei Millionen Euro betragen werden, refinanziert werden. Laut Bodenrichtwertkarte des Freistaates Sachsen ist die Fläche der Lederfabrik derzeit rund 50 Euro pro Quadratmeter wert. Auf das Gesamtgrundstück gesehen könnte die Stadt also etwa 400 000 Euro einnehmen.

Das Gelände könnte dann Teil des neuen Freitaler Stadtzentrums werden. Es befindet sich nur unweit des Areals am ehemaligen Sächsischen Wolf, für das bis Jahresende ein Investor gefunden werden soll. Eine neue Brücke könnte dann über die Weißeritz zum Grundstück der Umweltdienste Becker führen. Der Entsorger will das Areal langfristig in Richtung Stadtrand verlassen. Einige Investoren sollen schon Interesse bekundet haben. An diese Fläche würde sich dann das Grundstück Lederfabrik anschließen.

Oberbürgermeister Rumberg: „Wenn Sie die Entwicklung am Sächsischen Wolf verfolgen und bedenken, dass die Umweltdienste Becker vom Sachsenplatz nach Wurgwitz ziehen, dann bietet sich dort die zusätzliche Chance einer Erweiterung des Freitaler Stadtzentrums. Wir sollten die günstigen Bedingungen nutzen, in denen Investoren bereit sind, Geld zu investieren.“

Wie der Abriss noch verhindert werden könnte →

Wie der Abriss noch verhindert werden könnte

Die Lederfabrik wird abgerissen, es sei denn …

Es sei denn, der Freistaat kauft das Gebäude und richtet darin das sogenannte Haus der Bildung ein. Sachsens damaliger Kultusminister Roland Wöller (CDU) hatte 2011 in der Behördenreform durchgesetzt, dass die staatliche Schulaufsicht für die Landeshauptstadt und für die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen künftig ihren Sitz in Freital haben soll. (Pressemitteilung zum Beschluss des Kabinetts vom Januar 2011, Zeitplan zur Umsetzung vom Mai 2011).

Angesichts der vielen privaten Investoren, die sich in der Vergangenheit erfolglos an der Lederfabrik versucht haben, scheint dies die einzige realistische Möglichkeit zum Erhalt des Denkmals. Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) sieht es so: „Es gibt den Kabinettsbeschluss von 2011, dass der Freistaat in Freital das Haus der Bildung errichten soll. Das ist unser Strohhalm, an den wir uns klammern.“

Der Freistaat lässt sich derzeit nicht in die Karten schauen. Im zuständigen Kultusministerium sind die Gedankenspiele über die Lederfabrik bekannt, nähere Verhandlungen mit der Stadt Freital laufen derzeit aber nicht, erklärt Sprecher Dirk Reelfs. Zunächst müsse ermittelt werden, wie viel Fläche genau für die Einrichtung gebraucht werde. „Danach erfolgt die Standortentscheidung auch unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu gegebener Zeit“, teilt Reelfs mit. Im Beschluss des Kabinetts ist von einer Einrichtung des Bildungshauses bis spätestens 2021 die Rede.

Ganz abwegig ist es nicht, dass der Freistaat in ein altes Gemäuer investiert. Bestes Beispiel: das neue Finanzamt in Pirna. Um seine Finanzbehörde unterzubringen, hat der Freistaat dort das verfallene Liebenausche Vorwerk denkmalgerecht saniert und in zwei Neubauten integriert. Mehr als 23 Millionen Euro hat sich der Freistaat das kosten lassen. Daran erinnert auch Oberbürgermeister Rumberg: „Ich habe die Hoffnung, dass man für Freital vielleicht zu einer ähnlichen Entscheidung kommt wie in Pirna, wo für das Finanzamt ja auch ein altes Gebäude saniert worden ist.“

Die Chronik →

Die Fabrik – Rundgang durch eine Ruine

1991 endete die Lederproduktion in der Fabrik. Mehr als 25 Jahre Leerstand haben ihre Spuren in dem Gebäude hinterlassen. Graffitisprayer haben die Wände bemalt, Scheiben sind zerschlagen, teilweise wurden ganze Stockwerke abgerissen. Begeben Sie sich auf einen Bilder-Rundgang durch die Etagen der Lederfabrik, indem Sie auf die Kamera-Symbole klicken.

Ellen Werner erzählt Ihnen dazu, wie sie die Lederfabrik kurz vor dem Ende der Produktion 1991 erlebt hat. Sie war ab 1986 als junge Chemikerin dort tätig. Heute leitet Werner das Planungsbüro Born + Ermel in Freital.

 

Die geplatzten Träume →

Die Entscheidung

Der 18. Mai 2017 stellt eine Zäsur in der Geschichte der Lederfabrik dar. In einer Sondersitzung entschied der Stadtrat über die Zukunft des maroden Industriedenkmals. Das Ergebnis: Die Stadt Freital als Eigentümer der Immobilie wird die Lederfabrik nicht sanieren. Stattdessen wird das Gebäude abgerissen, sollte sich kein Käufer für die mit Schadstoffen belastete Immobilie finden. (Zur Beschlussvorlage der Stadtverwaltung)

Zur Diskussion stand, ob die Lederfabrik abgerissen oder erhalten und als Zentrum für Kunstschaffende und Gewerbetreibende aus dem Kreativbereich hergerichtet wird. Einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten zufolge wären für eine Sanierung rund 9,9 Millionen Euro fällig. Rund 3,3 Millionen Euro müsste die Stadt davon selbst tragen. Hinzu kämen Folgekosten von insgesamt 1,8 Millionen Euro in den nächsten 15 Jahren. Ein Abriss dagegen würde die Stadt 1,4 Millionen Euro kosten, so die Kalkulation. 2013 hatte die Stadt die Immobilie für etwa 750 000 Euro gekauft. 500 000 Euro davon waren Fördermittel, die im Falle eines Abrisses zurückgezahlt werden müssten.

Der Stadtrat stimmte schließlich mit 17 zu zehn Stimmen gegen eine Sanierung – darunter auch CDU-Fraktionschef Martin Rülke. Hier erläutert er seinen Standpunkt:

FDP-Stadtrat Lothar Brandau ist anderer Meinung. Er sprach sich bei der Stadtratssitzung für eine Sanierung aus. Im Interview erläutert er seinen Standpunkt:

Auch wenn die Entscheidung gegen eine Sanierung gefallen ist – das Schicksal der Lederfabrik ist noch nicht ganz besiegelt. Denn laut Beschluss soll Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) die Lederfabrik dem Freistaat zunächst als Behördenstandort anbieten. Für Rumberg ist es der „letzte Strohhalm“ zur Rettung der Lederfabrik.

Die Fabrik – Rundgang durch eine Ruine →